Risikoleistungen

Modell Risikoleistungen

Die Risikoleistungen für die Versicherten TKP umfassen Leistungen bei Todesfall und Invalidität. Das 3-stufige Modell setzt sich wie folgt zusammen:

  1. Reglementarische Invaliditäts- und Todesfallleistungen
  2. Kollektive Zusatzversicherung für Invaliditäts- und Todesfallkapital
  3. Individuelle Zusatzversicherung

Abgedeckte Risikoleistungen

Die reglementarischen Invaliditäts- und Todesfallleistungen der TKP Versicherten werden durch die folgenden Risikoleistungen abgedeckt:

Invalidenrente

Ein Versicherter hat Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, in der Pensionskasse versichert war.

 

IV-Grad Anteil Rente
40% bis 49% 1/4 Rente
50% bis 59% 1/2 Rente
60% bis 69% 3/4 Rente
70% bis 100% Volle Rente

Invalidenkinderrente

Kinder von Invalidenrentnern haben Anspruch auf eine Kinder-Invalidenrente. Diese wird bis zum vollendeten 18. Altersjahr des Kindes gewährt. Für Kinder, die noch in der Vollzeitausbildung (Erstausbildung) stehen oder infolge eines körperlichen oder geistigen Gebrechens vermindert oder nicht erwerbsfähig sind, besteht der Rentenanspruch längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr.

Bei teilweiser Invalidität wird die Invaliden-Kinderrente entsprechend gekürzt.

 

Anzahl Kinder Höhe der Kinderrente
1 20% der Invalidenrente
2 30% der Invalidenrente
3 oder mehr Kinder 40% der Invalidenrente

Ehegattenrente oder – abfindung

Im Todesfall soll die finanzielle Sicherheit für die Hinterlassenen gewährleistet werden. Stirbt ein verheirateter Versicherter, Altersrentner oder Invalidenrentner, so hat der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine Ehegattenrente oder einmalige Kapitalabfindung, sofern der überlebende Ehegatte bei dessen Tod

  • für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufzukommen hat oder
  • das 45. Altersjahr zurückgelegt und die Ehe mindestens 5 Jahre gedauert hat.

Erfüllt der überlebende Ehegatte keine dieser beiden Voraussetzungen, hat er Anspruch auf eine einmalige Abfindung in Höhe des dreifachen Jahresbetrags der Ehegattenrente. Die Dauer einer Lebenspartnerschaft wird bei der Ehedauer angerechnet.

Die Pensionskasse gewährt in jedem Falle mindestens die gesetzlichen Leistungen gemäss BVG. Die Ehegattenrente wird lebenslang ausbezahlt.

 

Verstorbener Ehegattenrente
Aktiver Versicherter 40 % der versicherten Invalidenrente
Invalidenrentner 55% der laufenden Invalidenrente
Altersrentner 55% der laufenden Altersrente
Verstorbener Kapitalabfindung
Aktiver Versicherter 80% des Barwerts der Ehegattenrente. Ist das vorhandene Altersguthaben höher als der Barwert, wird dieses ausbezahlt
Invalidenrentner 80% des Barwerts der Ehegattenrente

Lebenspartnerrente

Stirbt ein Versicherter, Altersrentner oder Invalidenrentner, so hat der von ihm bezeichnete Lebenspartner verschiedenen oder gleichen Geschlechts Anspruch auf eine Hinterlassenenrente oder eine einmalige Kapitalabfindung, sofern

  • der bezeichnete Lebenspartner das 45. Altersjahr zurückgelegt hat, mit dem verstorbenen Versicherten in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt geführt hat und vom Versicherten in erheblichem Masse unterstützt wurde oder für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss und
  • der Partner oder die Partnerin keine Witwer- oder Witwenrente bezieht (Art. 20a BVG) und
  • der Partner oder die Partnerin der Pensionskasse vom Versicherten, Alters- oder Invalidenrentner zu Lebzeiten schriftlich gemeldet wurde und
  • dem Stiftungsrat spätestens drei Monate nach dem Tode des Versicherten ein entsprechendes Gesuch eingereicht wird.

Die Pensionskasse gewährt in jedem Falle mindestens die gesetzlichen Leistungen gemäss BVG. Die Lebenspartnerrente wird lebenslang ausbezahlt.

 

Verstorbener Lebenspartnerrente
Aktiver Versicherter 40 % der versicherten Invalidenrente
Invalidenrentner 55% der laufenden Invalidenrente
Altersrentner 55% der laufenden Altersrente
Verstorbener Kapitalabfindung
Aktiv Versicherter 80% des Barwerts der Lebenspartnerrente. Ist das vorhandene Altersguthaben höher als der Barwert, wird dieses ausbezahlt
Invalidenrentner 80% des Barwerts der Lebenspartnerrente

Waisenrente

Stirbt ein Versicherter, Altersrentner oder Invalidenrentner, so hat jedes seiner Kinder Anspruch auf eine Waisenrente. Der Anspruch beginnt mit dem auf den Tod folgenden Monat, frühestens aber nach Beendigung der vollen Lohnfortzahlung. Diese wird bis zum vollendeten 18. Altersjahr des Kindes gewährt. Für Kinder, die noch in der Vollzeitausbildung (Erstausbildung) stehen oder infolge eines körperlichen oder geistigen Gebrechens vermindert oder nicht erwerbsfähig sind, besteht der Rentenanspruch längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr.

 

Anzahl Kinder Höhe der Kinderrente *
1 20 %
2 40 %
3 oder mehr Kinder 60 %

Die Pensionskasse gewährt in jedem Falle mindestens die gesetzlichen Leistungen gemäss BVG.

*Verstorbene Altersrentner: Grundlage ist die Altersrente

* Verstorbene Invalidenrentner oder aktive Versicherte: Grundlage ist die laufende oder anwartschaftliche Invalidenrente

Todesfallkapital

Stirbt ein aktiver Versicherter vor Erreichen des Rücktrittsalters, wird den Anspruchsberechtigten ein Todesfallkapital ausbezahlt. Das Todesfallkapital entspricht dem Altersguthaben im Zeitpunkt des Todes abzüglich des Barwerts allfälliger Hinterlassenenleistungen, abzüglich allfällig bereits ausgerichteter Leistungen (inkl. einer allfälligen Abfindung).

Der Lebenspartner hat nur Anspruch auf das Todesfallkapital, wenn er zu Lebzeiten vom Versicherten schriftlich gemeldet worden ist. Die Anspruchsberechtigten innerhalb des vorgegebenen Kreises können vom Versicherten weitgehend selbst bestimmt werden.

 

Anspruchsberechtigte sind, unabhängig vom Erbrecht, nach folgender Prioritätenordnung:

a) der Ehegatte bzw. eingetragene Partner und die Kinder des Verstorbenen, die Anspruch auf eine Waisenrente der Pensionskasse haben

b) beim Fehlen von begünstigten Personen gemäss lit. a die vom Verstorbenen in erheblichem Masse unterstützten Personen oder die Person, welche mit dem Verstorbenen in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder welche für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss, vorausgesetzt sie beziehen keine Witwer- oder Witwenrente (Art. 20a Abs. 2 BVG),

c) beim Fehlen von begünstigten Personen gemäss lit. a) und b) die übrigen Kinder, des Verstorbenen, welche keinen Anspruch auf eine Waisenrente der Pensionskasse haben,

d) beim Fehlen von begünstigten Personen gemäss lit. a), b) und c) die Eltern oder die Geschwister des Verstorbenen,

e) beim Fehlen von begünstigten Personen gemäss lit. a), b), c) und d) die übrigen gesetzlichen Erben unter Ausschluss des Gemeinwesens im Umfang von der Hälfte des Todesfallkapitals.

Kollektive Zusatzversicherung


Diese Zusatzversicherung für Todesfall- und Invaliditätskapital wird vom Arbeitgeber während eines vorerst befristeten Zeitraums finanziert. Die Leistungen umfassen, zusätzlich zu den reglementarischen Invaliditäts- und Todesfallleistungen, eine Kapitalzahlung bei Tod und Invalidität (Unfall und Krankheit). Die Höhe der Kapitalauszahlung wird in Abhängigkeit des versicherten Lohnes und des vorhandenen Altersguthabens im Zeitpunkt des Todes bzw. der Invalidität festgelegt.

Das zusätzliche Todesfallkapital gilt als Hinterlassenenleistung und wird für die Berechnung des Todesfallkapitals in Abzug gebracht.

Berechnungstabelle Invaliditätskapital Zusatzversicherung

Berechnungstabelle Invaliditätskapital Zusatzversicherung

Das Invaliditätskapital wird aus der Summe zweier Anteile berechnet:

  • Erster Anteil in Prozent des Altersguthabens (AGH)
  • Zweiter Anteil in Prozent des versicherten Lohnes
Alter Invaliditätskapital in %   Alter Invaliditätskapital in %   Alter Invaliditätskapital in %  
  AGH Vers. Lohn   AGH Vers. Lohn   AGH Vers. Lohn
-24   623 38 103 260 52 19 25
25 180 623 39 94 234 53 15 17
26 180 623 40 85 210 54 11 12
27 180 613 41 78 185 55 9 8
28 180 600 42 71 164 56 7 4
29 180 561 43 64 144 57 5 3
30 180 516 44 57 127 58 3 2
31 170 481 45 52 111 59 1 1
32 160 447 46 47 96 60    
33 150 413 47 42 82 61    
34 140 380 48 37 70 62    
35 130 348 49 32 58 63    
36 121 317 50 27 46 64    
37 112 288 51 23 34 65    

Berechnungsbeispiel Invaliditätskapital Zusatzversicherung

Beispiel TKP Versicherter, Alter 30
Altersguthaben: CHF 22‘000, Versicherter Lohn pro Jahr: CHF 80‘000

Berechnung aus Altersguthaben: 180% * CHF 22‘000 = CHF 39‘600
Berechnung aus versichertem Lohn: 516% * CHF 80‘000 = CHF 412‘800

Total Invaliditätskapital aus Zusatzversicherung CHF 452‘400

Berechnungstabelle Todesfallkapital Zusatzversicherung

Berechnungstabelle Todesfallkapital Zusatzversicherung

Stirbt ein Versicherter vor Vollendung des 65. Altersjahres infolge Unfall oder Krankheit und hat der zugehörige Ehegatte, eingetragene Partner oder Lebenspartner Anspruch auf eine Ehegattenrente der Pensionskasse, wird den Anspruchsberechtigten ein zusätzliches Todesfallkapital ausbezahlt.

Das Todesfallkapital berechnet sich aus der Summe zweier Anteile:

  • Erster Anteil in Prozent des Altersguthabens (AGH)
  • Zweiter Anteil in Prozent des versicherten Lohnes
Alter Todesfallkapital in %   Alter Todesfallkapital in %   Alter Todesfallkapital in %  
  AGH Vers. Lohn   AGH Vers. Lohn   AGH Vers. Lohn
-24   623 38 202 260 52 68 25
25 290 623 39 191 234 53 62 17
26 290 623 40 180 210 54 56 12
27 290 613 41 169 185 55 50 8
28 290 600 42 158 164 56 44 4
29 290 561 43 147 144 57 38 3
30 290 516 44 136 127 58 33 2
31 279 481 45 126 111 59 28 1
32 268 447 46 116 96 60 24  
33 257 413 47 106 82 61 20  
34 246 380 48 96 70 62 17  
35 235 348 49 86 58 63 14  
36 224 317 50 80 46 64 11  
37 213 288 51 74 34 65 9  

Berechnungsbeispiel Todesfallkapital Zusatzversicherung

Beispiel TKP Versicherter, Alter 30
Altersguthaben: CHF 22‘000, Versicherter Lohn pro Jahr: CHF 80‘000

Berechnung aus Altersguthaben: 290% * CHF 22‘000 = CHF 63‘800
Berechnung aus versichertem Lohn: 516% * CHF 80‘000 = CHF 412‘800

Total Todesfallkapital aus Zusatzversicherung: CHF 476‘600

Individuelle Zusatzversicherung

Der Arbeitgeber bietet eine freiwillige und private Zusatzversicherung an. Diese ist mit einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossen, so dass die Prämie tiefer ist als bei einer individuellen privaten Versicherung. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse.